Außenmarkise für Dachfenster ist installiert / Sonne fehlt

CIMG6264In dieser Woche haben wir nicht nur unsere Innentüren erhalten, sondern es wurde bei unseren beiden Roto-Dachfenstern auch endlich der Sonnenschutz angebracht. Nachdem wir ja vor einiger Zeit noch zwischen einem Außenrollladen und einer Außenmarkise schwankten, ist es nun letztere geworden.

Entscheidend war im Endeffekt, dass der Rollladen verdunkelt und die Markise noch recht viel Licht durchlässt. Und trotzdem bleibt dabei (laut Hersteller) 95% der Wärmestrahlung draußen. Und genau darum ging es uns. Eine Verdunkelung benötigen wir im Dachgeschoss nicht bzw. es ist sogar durchaus gewünscht, wenn diese tagsüber nicht stattfindet.

Preislich unterscheiden sich beide Systeme rein gar nicht. Und auch vom Grundprinzip her sind sie baugleich; inklusive der Führungsschienen. Nur das „Verschattungsmaterial“ ist ein anderes.

Eigentlich hatte ich vor, den Einbau selbst zu übernehmen. Ich hatte von verschiedenen Seiten gehört, dass dies auch für einen Laien durchaus möglich sei. Als ich dann aber nach der Lieferung in die Anleitung sah, dachte ich spontan, dass ich mir da vielleicht etwas viel vorgenommen habe. Zwar sah es nicht nach einer unlösbaren Aufgabe aus, aber doch so anspruchsvoll, dass ich davon dann doch lieber Abstand nahm. Schließlich geht es hier auch um relativ teures Material (sowohl was das Fenster als solches betrifft als auch die Außenmarkise), da will ich nicht Gefahr laufen, etwas kaputt zu machen. Und ich will auch nicht drüber nachdenken, was alles passieren kann, wenn sich die Geschichte bei einem Unwetter vom Fenster löst, nur weil ich es nicht richtig befestigt habe…

Also musste ein Fachmann her, der den Einbau übernimmt. Er war dann auch einige Zeit damit beschäftigt, was mich im Nachhinein darin bestärkte, dass es richtig war, das nicht selbst zu machen.

Obwohl der Tag leider regnerisch begann und es auch während des Einbaus kurz mieselte, schien kurze Zeit später glücklicherweise die Sonne, sodass sich der Akku der Außenmarkisen gut aufladen konnte (denn wir mussten zur Variante „SolarFunk“ greifen). Somit stand einem erfolgreichen Testlauf dann nichts mehr im Wege. 🙂

Leider war der Rest des Tages nicht wirklich sonnig, sodass die Außenmarkise ihren Zweck leider noch nicht erfüllen konnte. Ich hoffe, es kommt bald mal wieder eine Wärmeperiode. Dann kann ich gleich einmal ausprobieren, was das ganze nun wirklich bringt. Denn als es vor kurzem hier so heiß war, war es oben im Dach nur schwer auszuhalten, während es im Rest des Hauses (mit heruntergelassenen Rollläden) angenehm kühl blieb. Ich bin gespannt darauf, wie es sich im Dachgeschoss mit den Außenmarkisen verhält. Der längste Tag des Jahres ist zwar schon vorbei, aber vielleicht gibt es ja bald doch mal wieder länger anhaltenden Sonnenschein, damit wir erste Erfahrungen sammeln können… 😉

Es muss ja auch keine 30 Grad haben. 25 Grad reichen völlig und schon dann wird es hier im Haus bullig warm, wenn man die Fensterflächen nicht verschattet. Für einen erste Testlauf würde das als schon völlig reichen; mehr will ich ja gar nicht. 😉

Drei Sachen sind noch aufgefallen:

1. Die Außenmarkisen fahren nicht ganz bis zum Ende der Führungsschienen herunter. Bei den Rollläden wäre das laut Dachdecker normalerweise der Fall. Ob dies bei den Außenmarkisen auch so vorgesehen sei, konnte er nicht sagen, da unsere die ersten waren, die er jemals eingebaut hat. Er will dazu aber noch bei Roto nachfragen und uns dann eine Rückmeldung geben. Ich gehe aber davon aus, dass dies so gewollt ist, da es ja bei beiden Fenstern auftritt. Und auch auf der Homepage von Roto sieht es so aus, als sei es so gewollt.

2. Die Funkfernbedienungen wirken erstaunlich „billig“. Das ist für mich kein Problem, überrascht mich aber, da ansonsten bei Roto alles ziemlich wertig wirkt und das einfach nicht zum Gesamteindruck passt (inklusive des schiefen Aufklebers auf der Fernbedienung). Übrigens könnte man die Fernbedienungen theoretisch auch so anlernen, dass eine Fernbedienung beide Markisen gleichzeitig steuert. Das ist für uns aber nicht interessant, die die Fenster ja an gegenüberliegenden Seiten liegen und somit zu unterschiedlichen Zeiten bedient werden.

3. Wenn die Markise hochfährt, hört es sich so an, als würde sich der Motor dabei ziemlich abkämpfen. Mal mehr und mal weniger – an drei Stellen ist die Markise ja „verstärkt“, eventuell ist es für den Motor „anstrengender“, wenn er diese Stellen aufwickelt. Ich habe das mal versucht, in einem Video darzustellen (siehe ganz unten), aber man muss schon sehr genau hinhören, um das nachvollziehen zu können.

Ist aber auch nichts dramatisches. Solange die Markise sich wieder einrollt, ist alles in Ordnung. Ich hoffe nur, der Akku macht das alles halbwegs lange mit. Denn er ist da oben sommers wie winters mitunter ja ziemlich extremen Temperaturbedingungen ausgesetzt. Das war neben dem hohen Preis auch der Grund, warum wir den Sonnenschutz seinerzeit nicht schon vom ursprünglichen Dachdecker im letzten Jahr anbringen ließen. Denn so musste der Akku einen Winter weniger überstehen. 😉 Andererseits braucht er wohl auch keine so schrecklich große Kapazität, um hin und wieder die Markise herunter- und Stunden später dann wieder herauf zu fahren…

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6 Antworten auf Außenmarkise für Dachfenster ist installiert / Sonne fehlt

  1. S. Scheid sagt:

    Hallo Nils!

    Gibt es mittlerweile Erfahrungen bzgl. des Wärmeschutzes? Wir haben mehrere große Roto-Fenster im Dach und haben die Sonneneinstrahlung ziemlich unterschätzt. Auch innenliegende reflektierende Sonnenschutzjalousien bringen leider nicht wirklich viel.

    Von daher stehen wir ebenfalls vor der Überlegung Außenmarkise- oder Rolladen (als Solar/Funk-Version)

    Vielen Dank für Deine Erfahrungen!
    Sören

  2. Nils sagt:

    Hallo Sören, danke für die Nachfrage. Vielleicht sollte ich dazu noch einmal einen Artikel schreiben; daran habe ich gar nicht mehr gedacht. Unsere Erfahrungen mit der Außenmarkise sind sehr gut. Wir haben ja auch den Vergleich zu vorherigen heißen Tagen ohne und inzwischen hatten wir auch eine starke Hitzeperiode mit Markise und die Unterschiede sind frappierend. Kurzum: Klare Kaufempfehlung, auch trotz des hohen Preises. Aber jetzt steht ja erstmal der Winter vor der Tür… 😉

  3. Stef sagt:

    Hallo,
    wir stehen auch vor dieser Entscheidung. Bisher haben wir Velux-Fenster mit Aussenmarkise. Ganz ok, aber klappert im Wind und dadurch ist das Licht im Raum auch sehr unruhig. Die Markise hat an der Seite keine feste Führung, und daduch blinzelt dann immer mal die Sonne rein.
    Wie macht sich das Roto-System? Wie steif ist das Material? Windgeräusche?
    Danke
    Stef

  4. Stef sagt:

    Also das Velux-System entspricht eher dem Aussenrollo, ist aber leicht anzubringen und deutlich günstiger (wir hatten das mit Schnurzug)

  5. Nils sagt:

    Also wir hatten bislang keine unruhigen Lichtverhältnisse durch Wind beobachten können und auch keine Geräusche. Allerdings halten wir uns momentan noch nicht so viel im Dachgeschoss auf, sodass das jetzt kein besonders gut „verfestigter“ Eindruck ist. Bei starkem Wind hatten wir die Markise noch nicht draußen und heute ist es leider praktisch Windstill, sodass ich es nicht auf einen Test ankommen lassen kann. 😉 Ich versuche mal dran zu denken, wenn es wieder etwas windiger ist und hier dann berichten.

  6. Pingback: Erfahrungen mit Dachfenster-Sonnenschutz › Passivhaus-Bautagebuch

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