Außenrollladen oder Außenmarkise für Roto-Dachfenster?

IMG_20130511_192937Da so langsam aber sicher der Sommer naht, stehen wir nun vor der Entscheidung für einen Sonnenschutz bei unseren beiden Dachfenstern. Denn ohne würde ich davon ausgehen, dass man sonst im Dachgeschoss bald eine Sauna aufmachen könnte und sich die Hitze ja auch im ganzen Haus verteilen würde. Fest steht, dass man außen verschatten muss, wenn es wirkungsvoll sein soll. Wenn die Sonnenstrahlen erst einmal durch die Scheibe durch sind, ist es „zu spät“.

Leider ist der Spaß recht teuer, aber damit haben wir uns bereits abgefunden. Was aber noch nicht klar ist, ist, wie genau sich der Sonnenschutz darstellen soll. Eigentlich dachte ich, man nimmt einen Rollladen und gut ist. Allerdings hat sich eine weitere Option aufgetan, nämlich eine Außenmarkise. Es gibt also mal wieder die „Qual der Wahl“.

„Dummerweise“ kostet die Markise exakt das gleiche wie der Außenrollladen, sodass der Preis schon mal keine Entscheidungshilfe darstellt. Ebenso ist der Aufbau auf dem Fenster genau so groß wie beim Rollladen. Rahmen und Führung sind baugleich mit der Rollladen-Variante. Somit ist auch der Einbau von Innen bei beiden gleich (wenig) aufwändig und für einen Laien wie mich durchführbar (hoffentlich ist das auch wirklich so).

Nun muss man abwägen, was einem wichtig(er) ist. Vorteil der Markise ist, dass sie den Raum nicht komplett verdunkelt, sodass noch Licht durchkäme. Die Hitze soll dennoch größtenteils draußen bleiben. Roto schreibt auf seiner Homepage dazu, dass 95 Prozent der Wärmestrahlung absorbiert würde. Das klingt viel. Viel mehr kann es beim Rollladen eigentlich auch nicht sein, doch dazu findet ich auf der entsprechenden Unterseite von Roto leider nichts.

Das mit dem Licht, das auch im Sommer noch durchkommt, wäre natürlich ein netter Vorteil. Zumal der Raum ohnehin nicht als Schlafraum gedacht ist, daher ist eine Verdunklung hier nicht wichtig für uns. Andererseits könnte man ja beim Rollladen sicher auch diese Schlitze in den Lamellen auflassen. Da kommt ja dann doch auch immer mehr Licht durch als man annimmt.

Vorteil beim Rollladen gegenüber der Markise ist vermutlich, dass er auch im Winter einen Schutz in Bezug auf die Temperatur bietet: Er isoliert in der Nacht gegen die Kälte. Das wäre bei der Markise wohl nur in homöopathischen Dosen der Fall… 😉

Als beständiger würde ich den Rollladen außerdem auch noch einschätzen. Auch wenn Roto die Markise damit bewirbt, dass sie „aus qualitativ hochwertigem, witterungsbeständigem Glasfasergewebe“ besteht. Oder macht das in der Hinsicht keinen Unterschied?

Das sind die Überlegungen, die wir bislang angestrengt haben. Vielleicht haben wir noch einen wichtigen Aspekt vergessen. Möglicherweise hat ja einer der Bautagebuch-Leser von euch noch Anregungen oder gar Erfahrungsberichte für uns. Falls ja, dann immer her damit! 🙂

PS: Wir haben nun auch endlich herausgefunden, wie man das Fenster putzen kann: Man muss es in die „Putzstellung“ bringen. Dazu muss man den Fenstergriff einfach nach rechts statt nach links drehen – manchmal kann es so einfach sein. 🙂 Diese Stellung ist auch erforderlich, wenn man dann mal Rollladen oder Markise anbringen will. Und auch für die Bestellung derselben ist es hilfreich, denn nur in dieser Stellung erlangt man Zugriff auf das Typschild, aus dem die wichtigen Daten hervorgehen. Das muss einem ja mal einer sagen… 🙂

PPS: Unser Dachfenster zur Straßenseite geht leider noch immer nicht so auf, wie wir es uns vorstellen: Ganz am Anfang geht es total schwer und wenn es dann an einem gewissen Punkt angelangt ist, zieht es sich wie von alleine ganz nach oben auf. Das liegt daran, dass es sich um ein Fluchfenster handelt. Trotzdem ist das doof, da es so weit aufgeht, dass man einen Hocker benötigt, um an den Griff zu kommen. Zudem geht es nur sehr schwer wieder herunter. Der Dachdecker, der das Fenster einsetzte, war diesbezüglich vor ein paar Tagen bei uns (da dies als Mangel im Übergabeprotokoll festgehalten wurde). Er zog allerdings unverrichteter Dinge wieder ab, da einstellungstechnisch alle „Stellschrauben“ ausgereizt seien. Die unkomfortable Handhabbarkeit würde damit zusammenhängen, dass es ein Fluchtfenster ist. So richtig zufriedenstellen ist das nicht. Zumal das auch nicht erklärt, wieso das Fenster zu Beginn so schwer aufgeht – das widerspricht ja dem Charakter eines Fluchtfensters, das sich ja leicht öffnen lassen soll (was ja erst im „letzten Stadium“ tut).

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3 Antworten auf Außenrollladen oder Außenmarkise für Roto-Dachfenster?

  1. Martin sagt:

    Wir haben uns dazu entschieden – unsere Räume mit Dachfenstern dienen allenfalls als Büro / Lagerraum / HWR – die Entscheidung bezüglich Verdunkelung zu vertagen. Immerhin kostet nach meinen Infos ein solar-eletkrisch betriebenes Rollo pro Velux 570€…
    Es kostet uns bereits eine Stange Geld, auf Klapp-Schwing-Fenster mit Kunststoffrahmen aufzurüsten.
    An sonsten sehe ich die Vorteile beim Rollo genau, wie du.
    Wie sind die ersten Tagen in eurem neuen, eigenen Häuschen?

  2. Nils sagt:

    Das Problem bei fehlender Verschattung wäre ja nicht nur die Hitze im DG, sondern die würde sich ja auch auf die anderen Räume mitverteilen, denke ich (auch wenn der Hauptteil natürlich naturgemäß oben bleibt). Zudem ist das Dachgeschoss ja als Lagerraum o.ä. fast verschenkt. Bei uns ist es vom Gefühl her der beste Raum von allen. Und den wollen wir tagsüber nicht dunkel haben – daher haben wir nun die Markise bestellt.

    Die ersten Tage sind super. Ich hoffe, es dauert möglichst lange, bis wir uns dran gewöhnt haben und es möglichst lange etwas besonderes bleibt. Wir sind auch mit 96 Prozent der Entscheidungen die wir (aufgrund der großen Anzahl zu großen Teilen aus dem Bauch heraus) getroffen haben, sehr zufrieden. Wir würden nach jetzigem Stand nur sehr wenig anders machen. Da habe ich auch wesentlich schlimmeres befürchtet. Freut euch drauf! 😉

  3. Pingback: Außenmarkise für Dachfenster ist installiert / Sonne fehlt › Passivhaus-Bautagebuch

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