Klingeltransformator wird warm, brummt und sitzt schief

CIMG7623Hin und wieder bin ich in der letzten Zeit am Sicherungskasten zugange gewesen. Zum Beispiel, um die Lüftungsanlage temporär auszuschalten (entweder zum Reinigen oder aber wenn die Luftfeuchtigkeit extrem niedrig lag).

Dabei ist mir dann immer ein leises Summen/Brummen aus dem Sicherungskasten aufgefallen. „Neu“ ist dieses Geräusch für mich nicht. Für mich ist das ein ganz „normales“ Summen, das man immer mal wieder dort hört, wo viel Strom im Spiel ist. Aber soll das auch in einem Haussicherungskasten so sein?

Beim Versuch, die Quelle des Geräusches zu ergründen, kam ich am Ende auf den Klingeltransformator (GT 50810 von Grothe) als Ausgangspunkt. Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher. Wenn man ein bisschen auf ihn drauf drückt, verändert sich das Brummen auch leicht.

Dabei ist mir auch aufgefallen, dass er ziemlich warm wird. Eine Messung mit meinem Infrarot-Thermometer (habe damit noch viele andere Sachen gemessen, doch dazu demnächst mehr ;)) ergab rund 37 Grad – also menschliche Normal-Körpertemperatur. Da der Klingeltrafo aber nicht menschlich ist, hat mich das erstmal verunsichert. 🙂

Denn mir ist auch aufgefallen, dass der Klingeltransformator von oben betrachtet schief im Sicherungskasten sitzt. Ist er möglicherweise vom Elektriker nicht korrekt verbaut worden und daher die Erwärmung und das Brummen? Ich schrieb dazu erstmal eine Mail an den Hersteller (Grothe) und erhielt erfreulicherweise schon am Folgetag eine Antwort.

Diese beruhigte mich: Eine Erwärmung des Klingeltransformators sei völlig normal. Denn während des Standby-Betriebs wird die Energie in Wärme umgesetzt. Das schlimmste, was passieren könne, wenn der Klingeltrafo durch einen Defekt zu warm werde, sei, dass er seinen Dienst aufgeben könne. Das sei alles. Auch das leichte Brummen sei normal, da es sich um einen elektromechanischen Trafo handele.

Also alles gut. Und das Brummen ist nun wirklich nicht störend. Zum einen ist es sehr leise und zum anderen halte ich mich im Hauswirtschaftsraum ohnehin nicht dauerhaft auf. 😉

Dennoch gefällt es mir nicht so richtig, dass der Klingeltransofmrator dermaßen „heizt“. Denn das heißt, dass hier Energie unsinnig verloren geht. Aber das liegt offenbar leider generell im System begründet und nicht nur in diesem speziellen Modell von Grothe. Laut Wikipedia ist es sogar so, dass pro Jahr durch den Standby-Betrieb des Klingeltransformators im Normalfall zwischen 35 und 86 Kilowattstunden Strom verloren gehen (für das Klingeln selbst geht kurioserweise am wenigsten drauf, denn 99,9 Prozent der Zeit ist sie ja nicht aktiv in Betrieb). Das ist nicht wenig, wie ich finde. Ich war bisher in meiner Naivität davon ausgegangen, dass die Klingel nur dann Strom verbraucht, wenn sie auch betätigt wird. Schade, dass ich das nicht nachmessen kann, denn das würde mich mal im Detail interessieren. Ich habe mir zwar kürzlich ein Strommessgerät zugelegt (und zwar dieses hier), aber das kann nur Geräte mit normalem Schuko-Stecker messen. Und somit leider nicht den Klingeltrafo. Dafür aber viele andere, doch auch dazu demnächst mehr. 🙂


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