Induktionskochfeld von IKEA defekt (Glück im Unglück)

Induktionskochfeld von IKEA (bzw. Bauknecht) auseinandergebaut

Nachdem wir in Möbelhäusern bei der Küchenplanung Frustierendes erlebten, sind wir am Ende ja bei einer Küche von IKEA gelandet. Und zum Teil haben wir in diesem Rahmen auch die Elektrogeräte von IKEA gekauft. Um es konkret zu benennen: Den Backofen und das Induktionskochfeld.

Sehr großer Vorteil bei den Geräten von IKEA ist neben dem Preis, dass man für diese eine 5-Jährige Garantie erhält, was ja deutlich über die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren hinaus geht.

5-Jahres-Garantie in der Praxis
Und genau diese 5-Jahres-Garantie kam uns nun zu Gute. Denn die rechte Hälfte des Kochfeldes gab während des laufenden Betriebes auf einmal ihren Geist auf. Die beiden rechten Kochfelder zeigten nur noch den Fehler „F74“ an. Die beiden linken funktionierten aber weiterhin.

Selbst helfen kann man sich bei diesem Fehler nicht, die Anleitung verweist nur auf den Kundenservice und liefert keine Lösungsansätze. Auch das Gerät einmal komplett vom Strom zu nehmen, half nicht.

Seriennummer schwer zu finden
Der Anruf beim Kundenservice gestaltete sich dann nicht ganz so leicht. Ich kam zwar direkt durch, aber man wollte von mir eine Geräte- und eine Seriennummer haben. Diese steht auf einem Aufkleber unter dem Kochfeld. Das ist natürlich durchaus problematisch bei einem eingebauten Kochfeld, dass von unten außerdem noch durch ein Schutzblech abgedeckt ist.

Am Telefon empfahl man mir aber, es mal mit einem Foto zu versuchen. Also habe ich alle Schubladen herausgezogen und mit dem Handy einfach mit Blitz ein paar Mal in die Dunkelheit hineinfotografiert. Und das hat tatsächlich geklappt: die erforderlichen Angaben waren darauf zu erkennen! Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet.

Die Odyssee beginnt
Einen Technikertermin habe ich dann schon eine Woche später bekommen. Dieser zeigte sich vom Fehler unbeeindruckt und tausche das Bauteil aus (Platine?), das für die beiden rechten Kochfelder „zuständig“ ist. Der Fehlercode blieb aber und ließ sich auch nicht durch ein „Reset“ entfernen (mit irgendwelchen geheimen „Tastenkombinationen“, die der Techniker in seinem Laptop recherchierte).

Der Techniker vermutete, dass die Problematik hier noch an einem weiteren Bauteil liegt, dass er aber nicht mit im Wagen hatte. Nach zigmaligen verzweifelten Versuchen, den Fehler doch noch weg zu kommen, fuhrt er dann irgendwann wieder ab.

Auch nächster Bauteil-Tausch (zunächst) ohne Wirkung
Somit kam es ein paar Tage später noch zu einem weiteren Technikertermin. Nun tauschte er auch das andere Bauteil aus. Doch auch das half nicht: F47 blinkte uns weiterhin fleißig entgegen.

Er ersetzte nun nochmals das beim ersten Mal bereits ersetzte Bauteil. Es könnte ja schließlich sein, dass das Ersatzteil ebenfalls defekt war. Und so schien es dann auch zu sein: Der Fehler wurde nun (nach einigem zusätzlichen Herumprobieren) nicht mehr angezeigt und das Kochfeld funktionierte auch. Wir kochten testweise ein bisschen Wasser.

War ein Aufkleber das Problem?
Der Weg dahin war aber steinig. Denn direkt nach dem Austausch ging es noch nicht wieder und er baute das Kochfeld mehrmals aus und wieder ein. Beim letzten Mal ging es dann auf einmal, obwohl er zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon aufgegeben hatte.

Nachdem er den Aufkleber mit der Seriennummer entfernt hatte (das machen die wohl immer, wenn die einen Austausch des kompletten Gerätes einleiten wollen), ging es auf einmal. Ob das zusammenhängt? Keine Ahnung; kann ja eigentlich nicht sein. Wichtig ist ja nur, dass es nun überhaupt wieder ging.

Nun fehlt die Booster-Funktion
Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende: Als ich am Abend Nudelwasser kochen wollte, wollte ich (wie immer für diesen Fall) die Booster-Funktion des reparierten Kochfeldes nutzen. Das ist eine besonders hohe Stufe, über die zwei der Kochfelder verfügen. Im Display erscheint dann ein „P“.

Doch diese Funktion fehlte nun auf einmal. Von 0 bis 9 sind alle Stufen möglich, nur eben die darauffolgende P-Stufe nicht. Ich meldete das direkt wieder dem Kundenservice und erhielt einen erneuten Termin für den übernächsten Tag. Immerhin geht das schnell. Lästig ist es für mich natürlich trotzdem.

Der Techniker hielt sich dieses Mal nicht lange auf. Er probierte kurz rum und kapitulierte dann ziemlich schnell. Das Ende der Geschichte: Wir bekommen ein komplett neues Kochfeld. Er trank noch seinen Kaffee aus und dann verschwand er.

Servicepartner übernimmt den Austausch
Ihn werden wir erstmal nicht mehr wiedersehen, denn den Einbau übernimmt nicht der Kundendienst von Bauknecht (diese stecken in unserem Fall nämlich hinter dem IKEA-Kochfeld), sondern ein „Servicepartner“. Auf den müssen wir nun warten.

Da nur die Booster-Funktion von einer der Platten nicht funktioniert drängt die Problematik nun auch nicht mehr so sehr wie zuvor, als von den 4 Platten nur 2 Stück funktionierten.

Hat Bauknecht das Modell noch auf Lager?
Laut Techniker erhalten wir im Austausch direkt das gleiche Kochfeld. Das finde ich zwar völlig in Ordnung, ich hatte aber eigentlich die Hoffnung, ein neueres Modell zu erhalten. Denn ich kaufte das Kochfeld vor zirka 4 Jahren als Auslaufmodell und ging daher davon aus, dass es das so gar nicht mehr gibt.

Aber warten wir einfach mal ab. In zirka einer Woche werden wir schlauer sein…- es ist ja schon mal schön, dass wir überhaupt ein komplett neues Kochfeld erhalten.

Defekt zum jetzigen Zeitpunkt ein Glücksfall
Da ich davon ausgehe, dass es im Normalfall den Zeitraum der 5-jährigen Garantie übersteht, sollten wir erstmal wieder einige Zeit Ruhe haben.

Zudem bin ich froh, dass diese Problematik relativ kurz vor Ablauf der Garantie auftrat. Besser geht es aus Kundensicht eigentlich nicht. Das nennt man wohl „Glück im Unglück“. 😉

Ach so, und falls ihr schon immer mal sehen wolltet, wir ein Induktionskochfeld unter der Glaskeramik aussieht, schaut euch das Bild zu diesem Artikel an (bei Klick darauf wird das Foto groß). Hat ein bisschen was von einem DJ-Pult. 😉

Vorarbeit war umsonst
Beim ersten Technikerbesuch hatte ich mir übrigens viel zu viel Arbeit gemacht. Ich hatte die Schubladen unter dem Kochfeld leergeräumt und aus dem Schrankkorpus ausgebaut. Und zudem hatte ich noch das Schutzblech unter dem Kochfeld entfernt.

Das hätte ich mir alles komplett sparen können. Denn der Bauknecht-Techniker konnte das Kochfeld einfach von oben aus der Arbeitsplatte hebeln- da war nichts verklebt oder verschraubt. Hätte ich das mal vorher gewusst… 🙂

Naja, aber für die beiden folgenden Techniker-Besuche war ich dann zumindest schlauer. Für den Austausch werde ich vermutlich dann doch wieder alles ausräumen und ausbauen müssen, da das neue Kochfeld ja an den Stromanschluss angeschlossen werden muss… – ich werde berichten. 🙂

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