Aufbau unserer IKEA-Küche, Teil 2: Befestigungen & Arbeitsplattenausschnitte

IMG_20130407_202913Nachdem wir um Ostern herum bereits die Korpusse unserer IKEA-Küche zusammensetzten, ging es am gestrigen Sonntag nun endlich mit dem Küchenaufbau weiter. Dazu hatte ich mir die Hilfe eines Bekannten geholt, der sowas kann. Zum einen konnte ich so von seiner Kompetenz und zum anderen von seinen Profi-Werkzeugen profitieren. 🙂

Das ging schon los bei der Befestigung der Hängeschränke, wo sich das „Problem“ ergab, dass die Schränke im unteren Bereich auf dem Fliesenspiegel aufliegen, oben aber nicht. Damit der Schrank vernünftig „fixiert“ werden kann, brachten wir im oberen Bereich noch eine zurechtgeschnittene Holzleiste an, die dort dann die Stärke des Fliesenspiegels simuliert.

Für die Wandbefestigung entschieden wir uns bei den Hängeschränken übrigens für (Universal-)Dübel mit einem 8mm-Durchmesser sowie entsprechenden Schrauben (Flachopfschrauben – gab es zur Enttäuschung meines Fachmannes leider nicht in Torx-Ausführung, sondern nur als Schlitz). Bei den Unterschränken erachteten wir 6er-Dübel für ausreichend, da dort ja nicht so viel gehalten werden muss. Die Wandbefestigung ist ja von IKEA „traditionell“ nicht beigelegt, da ja jedes Wandmaterial andere Anforderungen an die Befestigung stellt. Unsere Kalksandsteinwand erwies sich da als sehr unkompliziert, zumal sie ja auch noch komplett „jungfräulich“ ist. 🙂

Als etwas problematisch stellte sich heraus, dass die Beine der Unterschränke nur so locker in den Dübellöchern steckten, was das Aufstellen und Zurechtrücken der Unterschränke unnötig erschwerte. Daher befestigten wir die Beine zusätzlich mit ganz kurzen Schrauben. Da sich direkt nebeneinander stehende Schränke die Beine „teilen“ brauchten wir etwas weniger Beine als eingekauft. Die übrigen werden wir dann wieder zurückgeben können.

Der Arbeitsplattenzuschnitt erwies sich dank geeignetem Werkzeug als sehr unproblematisch. Ich durfte auch mal kurz sägen. 🙂 Dabei zeigte sich, dass es erstaunlicherweise deutlich schwerer ist mit der Buchen-Maserung zu sägen als gegen sie. Aus den Arbeitsplattenausschnitten werden wir uns noch schöne Schneidebretter „basteln“ (lassen). Das ist schon mal ein Vorteil einer Massivholzarbeitsplatte: Man kann den „Verschnitt“ noch nachhaltig verwenden. 😉 Ob wir dauerhaft auch in der Praxis zufrieden sein werden mit der Holzarbeitsplatte, wird sich aber noch zeigen müssen…

Witzigerweise haben wir von IKEA Arbeitsplatten aus zwei verschiedenen Produktionen geliefert bekommen. Sie wurden laut Aufdruck beide in unterschiedlichen (osteuropäischen) Ländern produziert. Welche genau, habe ich schon wieder vergessen; ich glaube es waren Rumänien und Litauen.

Zunächst erschrak ich etwas, da die Platten auch ziemlich unterschiedlich aussehen. Der Fachmann an meiner Seite beruhigte mich aber gleich wieder. Es liegt wohl daran, dass die eine Arbeitsplatte bereits einmalig geölt wurde und die andere noch komplett unbehandelt ist. Ich bin gespannt, wie sehr sich das ganze dann angleicht, wenn auch die unbehandelte Arbeitsplatte das erste Mal geölt ist. Laut „Packungsanleitung“ muss die Arbeitsplatte ohnehin drei Mal angeraut und geölt werden. Ich hoffe, dass ich das vernünftig hinbekomme. Nur wundere ich mich doch sehr, dass das seitens IKEA offenbar so uneinheitlich gehandhabt wird. Gerade bei so einem Laden wie IKEA wäre ich eigentlich von einer strikten Standardisierung ausgegangen.

Die Verbindung zwischen den beiden Arbeitsplatten haben wir übrigens mit so genannten Lamellos hergestellt. Von solchen Dingern hatte ich vorher noch nie was gehört. Von solchen kleinen, aber genialen Details, die ich als Laie gar nicht kenne, bin ich immer wieder fasziniert. Man lernt halt nie aus. 🙂

Als kleine Fehlkonstruktion stellte sich noch das Keramikbecken in Verbindung mit der 3,8cm dicken Arbeitsplatte heraus: Der Überlauf des Beckens ist so hoch angebracht, dass er ganz leicht mit der Arbeitsplatte „kollidiert“. Somit ist dort eine weitere kleine Aussparung nötig, was die IKEA-Anleitung aber nicht vorsieht.

An anderen Stellen wiederum war die Anleitung unnötig kompliziert. Zum Beispiel beim Ausschnitt für das Kochfeld, wo nur angegeben war, welche Maße der Ausschnitt haben muss, sodass man ihn mit irgendwelchen Hilfsmitteln aufzeichnen muss. Dabei konnte man einfach um das umgedrehte Kochfeld herumzeichnen und dann um einen Zentimeter nach innen versetzt die eigentliche Schneidelinie aufzeichnen. Das funktioniert wunderbar und beim Spülbecken war das von der IKEA-Anleitung auch so empfohlen. Warum es beim Kochfeld nicht so war, wundert mich. Ist aber auch egal.

Morgen soll es dann weitergehen mit der Küche. Da wir den Einbau von Einlegeböden, Fronten, Schubladen und Griffen dann wieder komplett selbst übernehmen, ist nicht mehr allzu viel zu tun. Morgen soll außerdem die Spülmaschine geliefert werden, sodass wir diese auch direkt anschließen können. Ebenso die Dunstabzugshaube, die bereits heute kam.


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6 Kommentare zu Aufbau unserer IKEA-Küche, Teil 2: Befestigungen & Arbeitsplattenausschnitte

  1. Christoph sagt:

    Konnte man die Befestigungshaken der Hängeschränke nicht einstellen? Das ist doch eigentlich normal?!

    Sieht so schon ganz schick aus mit der Arbeitsplatte und den dunklen Fliesen!

  2. Nils sagt:

    Danke! Was genau meinst Du mit Einstellen? Klar kann man die auch ohne die Leiste dahinter aufhängen, aber dann muss man ziemlich aufpassen, dass man den Schrank nicht zu nah an die Wand zieht.

  3. Christoph sagt:

    Also bisher hatte ich da noch kein Probleme, dafür gibts ja eine Wasserwaage. 😉

    Dann dürfte ja bald der Einzug bevorstehen?

  4. Nils sagt:

    Jepp, übernächstes Wochenende. 🙂

  5. Sanierer sagt:

    Mich würde interessieren:
    Welches Schrauben-Mass habt ihr für die Hängeschränke zu den 8er Dübeln verwendet?

    Mir steht ein IKEA-Küchenaufbau an superdünnen Wänden bevor 🙁

  6. Nils sagt:

    Um ehrlich zu sein, bin ich nicht mehr ganz sicher. Ich glaube aber, das waren 4,5x44mm-Schrauben. Ohne Gewähr.

    Viel Erfolg!

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