Probleme mit Rollläden sind endlich behoben

Mitschwingende "Führungsnase"

Mitschwingende „Führungsnase“

Diese Fehlerbehebung war ein echter Dauerläufer. Geschehen war Folgendes: Kurz nachdem Anfang vergangenen Jahres der Motor des großen Rollladens im Wohnzimmer getauscht wurde, machte es beim Hochfahren klackende Geräusche. Diese rührten daher, das eine „Führungsnase“ (siehe roten Kreis im Foto links) immer mitschwang und zurückfederte. Also kein allzu großer und relevanter Defekt, sodass ich die Sache ruhig angehen ließ und nicht mit letzter Konsequenz hinter dem Rollladenbauer hinterher war. Er rührte sich nicht so recht und ich ließ mir für meine Erinnerung viel zu viel Zeit.

Doch das hatte auch einen Vorteil, denn zwischenzeitlich traten weitere Probleme auf (bzw. ich entdeckte sie vielleicht erst jetzt), die er dann gleich mitbeheben könnte – wenn er denn käme…

So trat im Schlafzimmer das merkwürdige Phänomen auf, dass es ein lautes Krachen/Knacken gab, kurz bevor der Rollladen ganz zu Ende heruntergefahren ist und die Lamellen bereits dabei sind, sich zu schließen. Hier hatte ich keine Ahnung, woher das Rühren könnte. Es klang jedenfalls nicht gut. Daher stoppte ich den Rollladen beim Herunterfahren immer kurz vorher.

Und da aller guten Dinge drei sind, gab es noch ein drittes Problem, welches das Gravierendste war: Der Rollladen im Gäste-WC zeigte das gleiche Fehlverhalten wie schon zwei andere Rollläden, die inzwischen repariert sind bzw. deren Motor ausgetauscht wurde: Wenn ich ihn stoppe, bevor er ganz heruntergefahren ist, hält er nicht sofort an, sondern rutscht noch bis zu ca. 10 Zentimeter nach. Nach ein paar Wochen dann kam noch hinzu, dass er nicht mehr hoch fuhr, sondern schon kurz nach Beginn das Hochfahrens klemmte.

Nun, in der Summe wurden das inzwischen Probleme in einem Ausmaß, dass ich mir doch eine schnelle Fehlerbehebung wünschte. Nach zig E-Mails gab es dann in einem Telefonat die Auskunft, dass man lediglich auf einen Ersatzmotor des Herstellers warte und sich dann wieder bei mir melden würde. Doch nichts geschah. Zuletzt wurde auf meine Nachfragen per E-Mail im Monatsrhythmus nicht einmal mehr reagiert.

Darum sah ich mich genötigt, den Bauträger bzw. genauer gesagt unseren Projektleiter/Bauleiter zu kontaktieren und um Unterstützung in dieser Sache zu bitten. Und dieser reagierte gewohnt schnell. Er forderte den Rollladenbauer mit einer Frist von 14 Tagen zur Mängelbeseitigung auf. Und siehe da: Urplötzlich erwachte dieser aus seinem Winterschlaf und meldete dieser sich bei mir, um einen kurzfristigen Termin auszumachen. Na also, geht doch! Nur von besagtem Austauschmotor war jetzt keine Rede mehr. Erstmal wolle man sich das ansehen. Egal, Hauptsache es passiert endlich mal was.

Am nächsten Tag war es dann so weit. Tags zuvor hatte ich seit Ewigkeiten testweise nochmal den Rollladen des Gäste-WCs betätigt. Zu meinem Erstaunen fuhr er tatsächlich hoch. Jedoch nicht so, wie man es sich idealerweise vorstellt: Es hakte und klemmte und dann raste er plötzlich für ein kurzes Stück geradezu nach oben, um dann wieder herunterzusacken, wonach er dann schließlich doch noch bis ganz nach oben fuhr. Es ist schwer zu beschreiben. Das ursprüngliche Phänomen trat also nicht mehr auf, dafür aber ein anderes.

Der Rollladenbauer erkannte dann auch schnell das Problem: Irgendeine Aufhängefeder im Innenleben hatte sich gelöst. Diese wurde nun wieder befestigt und nun fährt der Rollladen ganz normal hoch und runter. Das Phänomen das Nachrutschens, das ja wie gesagt die Ursprungsproblematik war, trat nicht mehr auf und konnte somit auch nicht angegangen werden. Momentan läuft es, aber mein mir bleibt eine gewisse Restsorge. Warten wir mal ab…

Das „Klacken“ des Wohnzimmer-Rollladens durch die nachgebende „Führungsnase“ war auch schnell behoben. Hier lag es daran, dass die Führungsnase mit einer zu kurzen Schraube befestigt war und daher zu locker saß. Einfach eine richtige Schraube stattdessen eingesetzt und fertig war’s.

Auf das Krachen im Schlafzimmer konnten sich die beiden Rollladenbauer zunächst keinen Reim machen. Da der Raum in der ersten Etage liegt, war die Fehlersuche auch etwas „waghalsiger“: Einer der beiden Stand von außen auf der Fensterbank des fast bodentiefen Fensters, während der andere den Rollladen herunterließ. Auch wenn da ein Brüstungsgitter angebracht ist, wäre mir da draußen in dem Moment mulmig zu Mute. Zudem machte ich mir aufgrund des darunterliegenden WDVS etwas sorgen um die Stabilität der Fensterbank, doch diese Bedenken teilten die beiden Rollladenbauer nicht.

Aber zurück zum Thema: Der Fehler wurde dann doch noch gefunden. Es hing wohl damit zusammen, dass bei einem zurückliegenden Austausch des Motors (es war nämlich einer derjenigen mit dem oben beschriebenen Phänomen, dass der Rollladen beim Stoppen nachrutschte) hatte man den neuen wohl in einem Schraubenloch befestigt, das schon für den alten verwendet worden war und daher „ausgeleiert“ war. Dadurch war da zu viel Spiel, was zum Knacken führte. Tut mir Leid, dass ich es nicht genauer Beschreiben kann. Ich bin nicht vom Fach und habe es auch nicht gesehen, da ich es vorzog, nicht auf die Fensterbank zu steigen. Zudem halte ich nicht so gerne meine Rübe dazwischen, wenn da jemand am Arbeiten ist. 😉

Außerdem wurde noch das kleine Problem behoben, dass der Rollladen ziemlich unruhig fuhr. Er „zappelte“ immer ein wenig. Das war eine reine Einstellungssache und laut Rollladenbauer auch ein rein „kosmetisches“ Problem.

Nun bin ich jedenfalls froh, dass die Probleme allesamt behoben sind. Beim Schlafzimmerrolladen muss ich mir beim Runterfahren keine Sorgen mehr machen, dass irgendwas kaputt geht (das Geräusch klang wirklich unschön), der Gäste-WC-Rollladen kann wieder betrieben werden und im Wohnzimmer kann ich den Rollladen wieder hochfahren ohne dass es dieses laute „Klacken“ gibt, das die möglicherweise noch schlafende Personen im Schlafzimmer darüber weckt. Alles Selbstverständlichkeiten, aber für uns nun wieder fast ungewohnter Luxus. 😉

Alles in allem dauerte die Fehlerbehebung kaum mehr als eine halbe Stunde. Da stellt sich natürlich erst recht die Frage, warum sich diese Sache rund fast ein Jahr lang hinziehen musste und man erst tätig wurde, nachdem der Bauträger mit im Boot war. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich mich in solchen Fällen auf die Unterstützung durch den Bauträger verlassen kann, wenn die Handwerker sich einfach tot stellen. Nächstes Mal werde ich diesen Weg dann schneller beschreiten. Ich hoffe aber, dass es kein „nächstes Mal“ gibt – das wär enatürlich das beste. 😉

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