Lüften zieht sichtbare Erfolge nach sich

CIMG4235Dass das (teilweise mehrfach) tägliche Stoßlüften sehr wohl etwas bringt, kann man sehr gut sehen, wenn man die aktuellen Bilder (siehe unten) mit denen von vor einer Woche vergleicht: Die Feuchtigkeit, die vom Estrich in den Wandputz gezogen ist, ist deutlich weniger geworden, teilweise sogar gänzlich verschwunden.

Dort beispielsweise, wo vor einer Woche noch eine „Tropfsteinhöhle“ war, ist es momentan „nur“ noch feucht. Vor dem Lüften. Nach dem Lüften sind die Stellen dann nahezu trocken und am nächsten Tag dann aber wieder feucht. Es wird also tendenziell deutlich besser. Neu hinzugekommen ist jedoch ein runder feuchter Fleck an der oberen Laibung eines der Fenster. Auch dieser ist nach dem Lüften dann jeweils verschwunden; ich frage mich aber, wieso es ausgerechnet dort feucht wird.

Die Fenster sind jedes Mal in etwa gleich beschlagen. Im Westen jedoch immer deutlich stärker als im Osten, vermutlich weil dort mehr Sonne hinkommt. Wobei die Fenster im Dachgeschoss generell am stärksten beschlagen sind, da dorthin die vermutlich warme feuchte Luft fließt und sich dort dann niederschlägt.

Ich hoffe, dass dies, was man an den Fenstern und am Putz sieht, auch die einzige Feuchtigkeit ist und sich nichts hinter den Gipskartonplatten niederschlägt. Denn dort kann man schließlich nichts abwischen und es würde im Verborgenen schlummern.

A propos „Gipskartonplatten“ – diese weisen an einigen Stellen ganz schön große Zwischenräume auf. Ich denke, hier wird noch einmal nachgearbeitet werden müssen. Außerdem verwundert mich, dass man in den Zwischenräumen direkt die Dämmwolle sieht. Ich wäre eigentlich davon ausgegangen, dass man hier die Dampfsperre sehen müsste. Das macht mir momentan etwas Sorge. Ich hoffe, dass diese Sorgen zerstreut werden können, sobald der Projektleiter zurück aus dem Feiertagsurlaub ist bzw. dass es behoben wird.

Ansonsten fielen mir nur noch ein paar Kleinigkeiten auf. So zum Beispiel ein Deckenauslass im EG-Flur aus dem zwei Kabel führen. Und im Dachgeschoss befinden sich zwei Kabel (vermutlich Strom und Internet), die sich eigentlich an der Parallelwand (im großen DG-Zimmer) befinden müssten. Merkwürdig in meinen Augen, hat aber hoffentlich seine Richtigkeit. Und daneben befindet sich ein Rohr, von dem ich nicht weiß, welchen Zweck es erfüllt. Langweilig wird es also nicht – es gibt immer was neues zu entdecken und zu lernen. 🙂

Vermutlich wird dies der letzte Bautagebuch-Eintrag in diesem Jahr sein. Daher wünsche ich an dieser Stelle allen Lesern einen angenehmen Jahreswechsel!

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9 Kommentare zu Lüften zieht sichtbare Erfolge nach sich

  1. Dave sagt:

    Die zwei Kabel im Deckenauslass würde ich mir so erklären, dass das zweite dieser Kabel zu einem zweiten Deckenauslass führt und die beiden Kabel im ersten Deckenauslass später mit einer Lüsterklemme verbunden werden. Geht natürlich nur, wenn dann beide Deckenanschlüsse über denselben Schalter geschaltet werden 🙂

    (Meine Laiendenke)

  2. Nils sagt:

    Das ist absolut plausibel, denn in diesem Flur haben wir tatsächlich noch einen zweiten Deckenauslass und beide Lampen werden über einen Schalter bedient. Danke für die Aufklärung – großartig!! 🙂
    Bin gespannt, wie das fertige „Konstrukt“ dann aussieht.

  3. Salimito sagt:

    Bei uns sieht es mit der Feuchtigkeit ähnlich aus. Im Erdgeschoss trocknet es merklich ab. Leider ist auf dem Kaltboden noch jede Menge Feuchtigkeit vorhanden. Trotz mehrmaligem Lüften. Aber wir hoffen dass sich das auch nach und nach erledigt.

    Auch von uns einen guten Rutsch ins neue Jahr.

  4. Anonymous sagt:

    Hallo Nils,

    will Dir mal etwas Angst nehmen in Sachen fehlende Dampfbremse.
    So verrückt ist heute wohl niemand mehr, die wegzulassen.
    Ich vermute hier wurde die Installationsebene mitgedämmt (durchaus üblich) und diese Dämmung siehst Du.
    Siehe hier: http://community.fachwerk.de/upload/orginal/VerringerungSparrenInstallationsebene_I6519_2009919223150.JPG

    Kannst ja mal versuchen mit einem „stumpfen spitzen“ Gegenstand (vllt Kugelschreiber ohne Miene) durch die Mineralwolle zu drücken. Dann solltest Du nach ca. 6cm auf die Dampfbremse stossen. Aber vorsicht, nicht kapput machen 🙂

    Guten Rutsch
    ein sonst stiller Mitleser

  5. Das Messgerät in den beiden Heizungsleitungen ist ein Wärmemengenzähler (s. hier http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmemengenz%C3%A4hler). Der misst die Vor- und Rücklauftemperatur + Durchlaufmenge und errechnet daraus die Wärmemenge in kW bzw. MW. Die haben wir bei uns gegen Aufpreis nachinstallieren lassen (s. hier http://blog.dpesch.de/hausbau/2012/12/31/weihnachtliche-nachbesserungen-von-bio-solar-haus/img_0770_s/ – im Hintergrund der Blaue).

  6. Nils sagt:

    Danke euch beiden, ihr seid super!

    Falls die Dampfsperre tatsächlich fehlt oder aber mangelhaft ist, sollte dies ja eigentlich auch spätestens beim Blower Door Test „auffliegen“, denke ich. Insofern besteht da kein Grund zur Panik, dass da im Verborgenen ein Mangel schlummert, oder? Den Test mit dem Gegenstand unterlasse ich vorsichtshalber aber lieber. 😉

    Wieso habt ihr den Wärmemengenzähler bei euch dann nachinstallieren lassen? Bei uns ist er vermutlich deswegen nötig, weil einige Nachbarn eine Fußbodenheizung haben (steht so als möglicher Einsatzgrund ja auch im von Dir verlinkten Wikipedia-Artikel).

    • Wir haben die Wärmenmengenzähler installieren lassen, damit wir wissen wie viel Energie wir von der Sonne (Solarthermie) und vom Holzofen bekommen und wie viel für die Heizung benötigt wird. Alle Zähler haben eine Impulsschnittstelle mit der wir die Daten über eine Tasterschnittstelle auf den Bus (KNX) bekommen. Leider bin ich allerdings noch nicht dazu gekommen, die Zählereinstellungen fertig zu stellen, so dass ich momentan noch in den Keller wandern muss, um die Werte abzulesen.

  7. Nils sagt:

    Die Vermutung aus den Kommentaren bzgl. der möglicherweise fehlenden Dampfsperre hat sich übrigens bestätigt. Wie der Projektleiter mitteilte, hat dies tatsächlich seine Richtigkeit, denn es handelt sich bei der sichtbaren Dämmwolle um eine zusätzliche Lage Untersparrendämmung. Der Aufbau des Daches gestaltet sich gemäß Projektleiter wie folgt (von außen nach innen):

    – Dachpfannen
    – Lattung/Konterlattung
    – Unterspannbahn
    – Sparren mit Wärmedämmung in den Feldern
    – Dampfsperre
    – Unterkonstruktion Gipskarton mit Zusatzlage Wärmedämmung
    – Gipskartonplatte

    Also alles gut. 🙂

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