Induktionskochfeld von IKEA: Nicht immer ist neu nur besser

Frisch installiertes Kochfeld mit Fettfinger-Abdrücken des Monteurs.

Vor kurzem habe ich hier im Bautagebuch ja von einer fast unendlichen Geschichte mit unserem Induktions-Kochfeld von IKEA berichtet. Am Ende des ganzen stand als Ergebnis, dass wir ein neues Kochfeld erhalten sollten.

Laut Bauknecht-Techniker sollte nochmal exakt das gleiche Modell wie zuvor (mit der merkwürdigen Bezeichnung NUTID HIN4T), woran ich aber meine Zweifel hatte, da ich das damals als Auslaufmodeell günstig erstanden hatte. Und ich sollte Recht behalten: Wir erhielten ein anderes Kochfeld, nämlich den direkten Nachfolger unseres Modells (nämlich FOLKLIG).

Freude wird getrübt
Darüber freute ich mich natürlich diebisch. Aber die Freude verflog dann auch wieder etwas, nachdem uns das Kochfeld installiert worden war. Einerseits hat das Kochfeld zwar ein paar für mich sehr angenehme Vorteil, aber auch recht blöde Nachteile.

Zunächst zum Positiven: Man kann das blöde Gepiepe für jeden einzelnen Tastendruck ausschalten. Nur beim Ein- und Ausschalten des gesamten Gerätes gibt es noch ein Geräusch, das aber auch halbwegs angenehm ist.

Zweiter Vorteil gegenüber dem Vorgänger ist, dass es nun einen Schieberegler gibt, mit dem man die einzelnen Platten gleich mehrere Stufen auf einmal hoch bzw. runterschalten kann. Dafür kann man allerdings mit einem Tastendruck auf „Minus“ nicht von Null direkt auf die höchste Stufe schalten. Beim alten Modell ging das.

Aber bevor wir zu den weiteren Nachteilen kommen, noch einen abschließenden Vorteil: Wenn etwas überkocht und dadurch Flüssigkeit auf das Kochfeld gelangt, soll sich dieses ausschalten. Dieses Feature habe ich bislang allerdings noch nicht in der Praxis ausprobiert, da ich ja immer schön aufpasse. 😉

Fadenkreuz erschwert Orientierung
Der gravierendste Nachteil ist für mich ist, dass die einzelnen Platten nun nicht mehr mit einem weißen Kreis gekennzeichnet sind, sondern mit so einem blöden „Fadenkreuz“. Das macht es für mich deutlich schwieriger zu erkennen, ob Pfanne bzw. Topf nun genau drauf stehen oder aber eben zum Teil nicht (zumindest dann, wenn sie das komplette Kochfeld ausfüllen sollten).

Wie ich auf der Homepage von IKEA gesehen habe, ist derzeit jedes einzelne der angebotenen Modelle mit so einem Fadenkreuz ausgestattet. Einen Kreis gibt es nirgends mehr. Was soll sowas?

Auch ist doof, dass nicht mehr jede Platte eigene Plus- und Minus-Tasten hat, sondern es diese Tasten für alle gibt. Somit muss man erst die Platte auswählen und dann zu den mittleren Plus- und Minus-Tasten „wechseln“. Somit muss man weitere „Wege“ zurücklegen als bislang.

Das Positive überwiegt
Na gut, aber ich will nicht zu viel meckern. Das Kochfeld funktioniert ansonsten tadellos und wir haben ja nun kurz vor Garantieablauf ein fabrikneues Ding bekommen, bei dem wir guter Hoffnung sind, dass es wenigstens 5 Jahre halten wird (so lange geht ja die übliche Garantie – aber für uns gilt natürlich nur noch die Restlaufzeit der alten Garantie).

Das neue Kochfeld hat übrigens eine Steckverbindung zum Kabel. Bei einem Kochfeld vom gleichen Hersteller (Bauknecht bzw. Whirlpool) könnte man also ganz einfach ein neues Kochfeld anschließen (das andere Ende am Stromanschluss kann ja so belassen werden). Bei dem alten Kochfeld musste der Elektriker das quasi „verdrahten“.

Fehler in der Anleitung

PS: Noch eine kleine Lustigkeit ist, dass sich in der Anleitung (mindestens) ein Fehler eingeschlichen hat (siehe Foto links): In der Darstellung der Bedienelemente ist die Platte unten links doppelt und die oben links fehlt dafür. 😀

Dieser Beitrag wurde unter Ärgerliches, Fotos, Haustechnik, Kurioses, Probleme veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.