Gefrier-/Kühlschrank abgebaut – ohne Dauerfrost

IMG_20150207_105326Ich habe mir für diesen Winter vorgenommen, erstmals unsere Kühl-/Gefrierkombination abzutauen. Nach rund 1,5 Jahren Betrieb wird das nämlich langsam mal Zeit. Im letzten Winter hatte ich es nicht getan, da zu diesem Zeitpunkt gerade einmal ein halbes Jahr vergangen war – somit kommen wir jetzt aber auf die stolze „abtaufreie“ Zeit von 1,5 Jahren.

Allerdings wollte ich das gerne bei Dauerfrost machen. Denn dann kann ich die Schrankinhalte problemlos draußen lagern und in aller Ruhe abtauen und reinigen ohne dass ich mir Sorgen um die Lebensmittel machen muss.

Doch dummerweise haben wir erneut ja einen ziemlich milden Winter. Dauerfrost ist Mangelware. Zumal ich noch die Einschränkung habe, dass ich ihn am Wochenende benötige, da ich ja in der Woche Arbeiten bin und morgens nicht stundenlang für so eine Aktion Zeit habe…

Da wir mittlerweile ja schon Februar haben und der Frühling vor der Tür steht, wird die Zeit langsam knapp. Darum nutzte ich heute morgen mein ungeplant frühes Erwachen. Dauerfrost war zwar nicht angekündigt, aber dafür sagte mir die wetter.com-App, dass wir noch 6 Grad unter 0 hatten. Da für den Tag Plusgrade angekündigt waren und es die kommenden Tage zunehmend milder werden sollte, sah ich hierin nun meine möglicherweise letzte Chance, in diesem Winter abzutauen und dabei die Außentemperaturen für mich zu nutzen.

Und so tat ich es dann auch. Die Gefrier- und Kühl-Teil-Inhalte wurden auf die Terrasse verstaut. Da im Kühlteil nicht viel abzutauen war, begann ich dort mit der kleinteiligen Reinigung. Ich nahm jedes Teil heraus und reinigte es. Das dauerte deutlich länger als erwartet (bis zu diesem Kühlschrank hatte ich noch nie so einen großen mit so vielen Fächern besessen und hatte den Aufwand daher völlig unterschätzt).

Danach war das Gefrierfach dran. Auch hier war es eine Premiere für mich. In meinem vorherigen Kühlschrank hatte ich lediglich ein einzelnes Gefrierfach. Es dauerte ziemlich lange, bis das Eis spürbar taute. Da die Zeit durch die steigenden Außentemperaturen etwas drängte, half ich mit dem Haarfön nach. Allerdings nur auf halber Stufe und mit einer gewissen Distanz. Denn ich weiß nicht, ob das so gut für das Material des Gefrierteils ist, wenn es von Minusgraden zu schnell auf zu hohe Plusgrade erhitzt wird.

Das klappte dann auch ganz gut. Ich war jedoch überrascht, wie viel Eis sich da im Laufe der 1,5 Jahre angesammelt hat. Auch das hatte ich unterschätzt. In Zukunft will ich versuchen, zwei Mal im Jahr abzutauen: Am Anfang des Winters beim ersten Dauerfrost und zum Ende hin beim möglicherweise letzten Dauerfrost. Oder ich muss das ganze in die Nacht verlagern, falls es wieder so einen laschen Winter gibt wie diesen. 😉

Vor allem im Gefrierteil sind die (optischen) Unterschiede durch das Abtauen enorm. Endlich sieht man auch wieder von außen, was sich in den Schubladen befindet, da sie wieder eisfrei sind (leider habe ich keine aussagekräftigen Vorher/Nacher-Fotos gemacht). Zudem konnte ich die Gunst der Stunde nutzen und wieder etwas Ordnung in den Schubladen schaffen. Im Laufe der Zeit war das doch ein ziemliches Durcheinander geworden, was auch viel Platz verschwendete.

Wie ich am Vanille-Eis merkte, war das Gefriergut wohl draußen doch leicht angetaut (oder aber später wieder im Gefrierschrank, da er ja erst einmal wieder seine Temperatur erreichen musste). Ich hoffe, da hat nichts einen nachhaltigen Schaden genommen…

Leider komme ich nicht ohne weiteres an die Steckdose des Kühlschranks. Ich würde sonst gerne mal den Stromverbrauch messen, um zu erfahren, wie groß der Unterschied durch das Abtauen nun ist.

Das schöne aber ist jedenfalls, dass ich sowohl einem milden als auch einem strengen Winter etwas abgewinnen kann: Ersterer mindert die Heizkosten, letzterer erleichtert das Abuaten. Think positive! 😉

PS: Beim nächsten Gefrierschrank werde ich auf eine Abtauautomatik Wert legen…

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3 Kommentare zu Gefrier-/Kühlschrank abgebaut – ohne Dauerfrost

  1. uli sagt:

    Hi Nils,

    ich habe unser Gefrierfach mit drei Schubladen auch abgetaut und vorab die Bedienungsanleitung konsultiert. Darin stand, man kann mit einem Kochtopf mit heißem Wasser auf einem Untersetzer etwas nachhelfen. Das hab ich auch getan und damit gute Erfahrungen gemacht.

    Gruß, Uli

  2. Nils sagt:

    Hi Uli, danke für den Tipp! So werde ich esbeim nächsten Mal versuchen.

  3. Dennis sagt:

    Das hab ich dieses Jahr schon hinter mir und bei stellenweise -10° ist auch unserem Essen nichts passiert. Ich mach es auch immer mit heißem Wasser in einem Topf, wobei das auch immer ne weile braucht und man das Wasser regelmäßig wieder aufkochen muss.

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