Erster Kontakt mit der Bauherrenberatung der Telekom

Zwar sind in unserem Kaufvertrag schon die wichtigsten Hausanschlüsse im Kaufpreis enthalten (Strom, Wasser, Abwasser) – zwei jedoch nicht: Kabel und Telefon. Letzteres brauchen wir zwar nicht zwingend, aber Internet. Und das wäre theoretisch ja auch über Kabel Deutschland möglich.

Allerdings will Kabel Deutschland unser Neubaugebiet nicht erschließen, daher brauchen wir zwingend einen Telefonanschluss. Aber wir würden das auch sonst machen, denn ich kann mir vorstellen, dass sich ein Haus ohne Telefonanschluss im Verkaufsfall sicherlich schwerer an den Mann bringen lässt…

Kein Weg an der Telekom vorbei
Für den Hausanschluss führt dabei kein Weg an der Telekom vorbei. Auch mein aktueller Internetanbieter Vodafone verweist für diesen Fall an die Telekom und will/kann sich selbst an diese Thematik nicht heranwagen.

Nachdem ich in anderen Bautagebüchern in diesem Zusammenhang von vielen schlechten Erfahrungen mit der Telekom gelesen habe, wollte ich mich dennoch schon mal an dieses Thema heranwagen und meine eigenen Erfahrungen sammeln. Zwar ist unser Einzug noch mindestens sechs Monate hin, aber nicht dass es irgendwann heißt „warum melden Sie sich jetzt erst?“ und wir dann internet-technisch erstmal auf dem Trockenen sitzen. Das wäre für mich persönlich der Super-GAU.

Erfreulicherweise gibt es bei der Telekom eine separate Telefonnummer für Bauherren, die einen Neuanschluss ihres Neubaus ans Telefonnetz in Auftrag geben wollen, sodass man es (vermutlich) mit speziell geschulten Mitarbeitern zu tun hat. Und kostenlos ist sie noch dazu; sowohl aus dem Fest- als auch dem Mobilfunknetz: 0800/3301903.

Alternativ kann man die Bauherrenberatung der Telekom auch per Kontaktformular beanspruchen. Aber ich bevorzuge da den direkten Kommunikationsweg, da das schneller geht und man mehrere Dinge auf einen Schlag klären kann (Nachteil ist nur, dass man nichts „Schwarz auf Weiß“ hat).

Erst die 1, dann die Postleitzahl, dann Warteschleife
Also erstmal die Nummer gewählt. Als erstes hat man eine Stimme vom Band dran, die einem verschiedene Optionen nennt, die man mittels Telefontastatur wählt (in diesem Fall die 1). Anschließend wird die Postleitzahl abgefragt, damit man direkt zum regional zuständigen Team durchgestellt wird (denkt man zumindest – doch dazu weiter unten mehr). Die PLZ wird ebenfalls über die Telefontastatur eingegeben.

Dann folgt erstmal die eine Warteschleife. Nette Musik, klingt sogar unerwartet modern für den ehemaligen Staatskonzern. Dennoch hoffe ich, dass ich sie in den kommenden Monaten nicht zu häufig hören muss… 😉

„Ist die Adresse denn schon bestätigt?“
Nach zirka 10 bis 15 Minuten hatte ich dann eine überaus freundliche Dame an der Strippe. Doch noch bevor es so richtig los ging, fragte sie mich, ob die künftige Anschrift denn schon von der Gemeinde bzw. Stadt „bestätigt“ worden sei. Oder anders ausgedrückt: Ob die Straßenbezeichnung und auch die Vergabe der Hausnummern definitiv fest steht.

Das konnte ich so natürlich nicht sagen, da ich nie irgendwo explizit danach gefragt hatte. Somit musste ich nun von der Telekom erstmal wieder „ablassen“ und kontaktierte den Bauleiter. Er sagte mir, dass in allen Anträgen und allem was so von der Stadt zurückkam immer die Adresse stand, die mir auch bekannt war, und das seines Wissens auch der endgültige Stand wäre.

Was sagt die Stadtverwaltung?
Vorsichtshalber habe ich dann aber doch noch bei der Stadt angerufen. Nicht, dass der Telefonanschluss am Ende daran scheitert, dass wir dann doch nicht die Hausnummer 9, sondern zum Beispiel die 1J haben. Oder die Hausnummer 8 (denn nach jetzigem Stand bekommt der Haustechnikraum mit der Pellet-Zentralheizung eine eigene Hausnummer – vielleicht wird das ja doch noch verworfen; damit würde sich dann auch unsere Hausnummer ändern). Oder gar einen ganz anderen Straßennamen.

Nachdem ich bei der Stadt „natürlich“ zunächst bei jemandem landete, der dazu keine Auskunft geben konnte, landete ich dann doch noch bei einer kompetenten Ansprechpartnerin, die mir die freudige Auskunft gab, dass sowohl Straßenname und Hausnummernvergabe „endgültig“ seien. Zumindest nach jetzigem Stand – man hat ja auch schon Pferde kotzen gesehen. Aber mehr „Sicherheit“ kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht haben.

Warteschleife zum Zweiten
Daher rief ich wieder bei der Telekom an und vergnügte mich erneut rund 10 bis 15 Minuten in der Warteschleife – ein guter Zeitraum, um nebenbei die Geschirrspülmaschine auszuräumen… 😉

Dann ging ein sehr, sehr freundlicher junger Mann ans Telefon. Zunächst wurde ich nach meiner künftigen Adresse gefragt, die ich ja vorbildlicherweise schon von der Stadt habe bestätigen lassen. 😀 Witzigerweise wohnt der Telekom-Mensch quasi um die Ecke unserer künftigen Wohnstätte, was uns ein bisschen ins Plaudern brachte. Allerdings fand ich diesen „Zufall“ jetzt nicht sooo groß, da ich ja (durch die PLZ-Eingabe per Telefontastatur) in die für mich zuständige Regionalabteilung weitergeleitet wurde und es da naheliegend ist, wenn diese in einer größeren Stadt wie Hannover sitzt.

Aber so ist es mitnichten, wie mir der Mitarbeiter mitteilte. Seit einiger Zeit ist es wohl so, dass alle Anrufer der Bauherrenberatung in Hannover landen – die PLZ-Eingabe ist nur ein Relikt aus früherer Zeit und hat praktisch keine Auswirkung mehr. Beschäftigungstherapie für die Anrufer quasi. Statt dass man bei seiner „Regionalabteilung“ landet, wurde nun also ein separates Call-Center-Team mit 20 Mitarbeitern „vorgeschaltet“.

Kostenpunkt: 353,17 Euro
Wie auch immer, weiter im Text: Als nächstes wurde ich gefragt, wie weit der Weg von der Straße bis zum Haus ist. Genau konnte ich das nicht sagen, aber es ging im Endeffekt auch nur darum, ob die Strecke kürzer oder länger als 15 Meter ist. Im zweiten Fall würde ein Aufpreis fällig – zum Glück ist die Strecke bei uns deutlich kürzer als 15 Meter, das konnte ich mit Gewissheit sagen.

An dieser Stelle erfuhr ich auch den Preis für den Telekom-Hausanschluss: Pauschal 353,17 Euro. Das ist natürlich eine ordentliche Stange Geld. Aber wenn man berücksichtigt, dass dafür extra die Straße aufgerissen und wieder verschlossen werden muss und auch auf unserem Grundstück „Grabungen“ vorgenommen werden müssen, ist das ein recht günstiger Preis. Die Telekom, so der Mitarbeiter, würde da noch draufzahlen.

An die Telekom gebunden oder nicht?
Das habe ich mir auch schon gedacht und darum erschien es mir auch plausibel, was ich vorab „gerüchteweise“ vernommen hatte, wofür ich aber nirgends einen Beleg fand: Man ist nach dem Hausanschluss erst einmal an die Telekom gebunden und kann keinen anderen Telefonanbieter wählen.

Doch dies ist offenbar nicht der Fall, wenn ich das richtig verstanden habe. Man kann den Hausanschluss völlig losgelöst vom künftigen Telefon- und Internetanbieter wählen. Das wäre ja ganz wunderbar, denn ich hatte sowieso keine Lust, künftig monatlich 10 Euro monatlich mehr zu zahlen als jetzt. 😉

Außerdem wollte der freundliche Mitarbeiter noch wissen, ob die Telekom auch die Hausverkabelung vornehmen soll oder ob dies in Eigenregie passiert. Bei uns ist letzteres der Fall – das wird alles vom Elektriker durchgeführt.

Zusätzlich wurde noch gefragt, ob das Leerrohr, dass für künftige Strom- und Telefonkabel bereits vom Hauswirtschaftsraum aus verlegt wurde, wasser- und gasfest ist. Das konnte ich natürlich nicht sagen, da ich auf so eine Frage nicht vorbereitet war.

Unterlagen kommen in drei bis vier Werktagen
So kamen wir auch langsam zum Schluss: Jetzt war nur noch unsere jetzige Anschrift nötig, damit uns alle nötigen Unterlagen zugeschickt werden. Das soll drei bis vier Werktage dauern.

Dann warten wir nun mal gespannt auf die ersten Unterlagen der Telekom. Es ist übrigens meine erste Erfahrungssammlung mit der Telekom. Seit ich aus dem elterlichen Haus auszog, war ich zu keiner Zeit Kunde bei den Magentafarbenen und kann somit auch gar nichts schlechtes (oder gutes) über den Laden sagen. Ich gehe also weitestgehend unvorbelastet an die Sache heran.

PS: Der Mitarbeiter war wirklich sehr freundlich und auch sehr gesprächig. Jetzt weiß ich jedenfalls auch, warum es so eine lange Warteschleife bei der Bauherren-Hotline der Telekom gibt… 😉 Geschäftszeit des Bauherren-Service ist übrigens montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr – also während der klassischen Arbeitszeiten. Das ist etwas doof, aber so oft wird man dort ja hoffentlich nicht anrufen müssen…

Dieser Beitrag wurde unter Anschlüsse, Beratung, Telekom veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten auf Erster Kontakt mit der Bauherrenberatung der Telekom

  1. Matthias sagt:

    Diese Woche habe ich auch bei der Bauherrenberatung der Telekom angerufen. Nach der akzeptablen Einwahlprozedur musste ich nicht so lange wie Du in der Warteschleife warten. Schon nach ein paar Sekunden war eine Ansprechpartnerin dran. Auf einige Frage der netten Frau hatte ich spontan auch keine direkte Antworten… ( http://www.wir-bauen-dann-mal.de/bauherrenberatung-der-telekom/ ) . Ich habe dann auch erfahren das auf unserem Grundstück das Kabel für den Hausanschluss schon in der Erde liegt. Sogar mit 11m länge.

  2. Nils sagt:

    Na das ist doch was! Man muss auch mal Glück haben… 😉
    Inzwischen haben wir auch die entsprechende Post von der Telekom erhalten. Werde allerdings erst im Laufe der Woche Zeit dafür finden (manches ist mir nicht so ganz klar) und das ganze dann auch „verbloggen“…

  3. Birgit sagt:

    Habe eine telefonanschluß bei Vodafon beantragt.Da 1995 durch die Stadt eine Hausnummernänderung vorgenommen wurde und wir schon zweimal einen Anschluß bei der Telekom hatten,ist heute auf einmal unser Grundstücke bei der Telekom nicht erschlossen.Seit Juni 2012 warte ich schon auf ein Telefonanschluß.Die Stadtverwaltung hat am 15.Oktober 2012 eine Faxbestätigung mit der Nummernänderung zu Telekom geschickt,bis heute keine Reaktion der Telekom

  4. Birgit sagt:

    Wenn man sich auf Telekom verlässt,glaube ich,ist man verlassen.Anders wäre es vielleicht gelaufen,wenn ich bei der Telekom einen Anschluß beantragt hätte.
    Werde in den nächsten Tagen Beschwerde gegen Telekom einlegen.

  5. Philipp sagt:

    Einen Anschluss der Telekom kann man auch gratis bekommen: Dann wird der Hausanschlusskasten allerdings an die Außenseite des Gebäudes gehängt. Dazu ist die Telekom durch alte Postverträge verpflichtet, das war damals so der Stand der Technik.

    Klar, heutzutage will man den Anschlusskasten lieber im Haus haben, aber wem das nichts ausmacht, der soll bei der Bauherrenberatung einfach die Gratislösung bestellen. (Die TAE, also die „amtliche“ Telefondose ist so oder so innen. Geht nur um einen kleinen grauen Kasten mit 10cm Kantenmaß).

  6. Nils sagt:

    Interessanter Tipp; vielen Dank! Auch wenn es für uns bereits zu spät ist… 😉
    Problematisch kann das nur in Bezug auf die Fassade sein. Diese muss dann natürlich fertig sein, wenn der Anschluss gesetzt wird.

  7. Rosenkranz sagt:

    So ein scheiss laden habe ich noch nie gesehen, wenn die nichts mehr wiesen legen die einfach auf. Schon im März wurde unser neu anschluss beantragt, jetzt bekammen wir ein Schreiben das wir den Antrag beantragen können und den dann Unterschreiben und zu rück senden und dann dauert es eine Zeit schlieslich sind ja jetzt viele am Bauen.
    Die haben den Knall nicht gehört jede andere Firma würde in Insolvenz gehen.
    Ich sage nur scheiss Telekom

  8. Marina sagt:

    Wir haben dieses Jahr unseren Anschluss Anfang Juni beantragt, es ging auch alles ganz schnell. Nun ja,dann hieß es,es gibt keine freie Leitung mehr,die muss erst zugeschalten werden. So Mitte September hatte ich einen Anruf auf der Mailbox, ich sollte ab dem 29.09 einen Termin mit dem Planungsbüro machen. SEIT DEM TELEFONIERE ICH WÖCHENTLICH ZWEI MAL MIT DEM HERREN UND ES PASSIERT EINFACH NICHTS. Sowas unfreundliches habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Jetzt war der Tiefbauer vor einer Woche da den halben Vorgarten ausgegraben und nichts getan. Das Loch ist nicht mal richtig abgesichert und hier im Gebiet sind ganz viele Kinder. Jetzt sagt er mir auch noch dieses Jahr wird das nichts mehr und das ja nicht alle Wünsche zu Weihnachten erfüllt werden können. Und mich richtig holl dargestellt. Geht noch, und das, weil ich mich bei der Hotline beschwert habe. Ich finde so ein Verhalten völlig unmöglich wohnen hier schon seit Mitte Oktober zahle weiter monatlich für mein Internet und Telefon ohne es nützen zu können. Mussten beide unsere Handy Verträge ändern um ein bisschen mehr zu surfen was zu erheblichen Kosten führt. Sowas ist nicht akzeptabel.

  9. ingo sagt:

    Eine Geschichte ohne Ende.
    Juni bestellt..Einzug zum 3.1…vielleicht am 4.3. wird Anschluss gelegt,laut neuestem Schreiben ….Nun muss es Aussenanschluss sein,weil Hof im November gepflastert… . Mieter verlangen nun Mietminderung…Bauherrenberatung unfähig…teilweise völlig unverständig. Glatte 5 bis 6….Schreibe alles nun an die örtliche Zeitung….Die haben wahrscheinlich eine dicke Akte über den Mist mit der Telekom……Forderung….Monopol abschaffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.