„Das Netz an Ihrem 1&1 DSL-Anschluss wird modernisiert!“

Eine E-Mail mit dem oben genannten Betreff erhielt ich an Heiligabend vom 1&1-Kundenservice. Wenige Tage später folgte das gleiche Schreiben auch noch einmal auf dem Postweg.

Darin wird mir angekündigt, dass durch die im Betreff erwähnte „Modernisierung“ neue Hardware benötigt würde, die auf dem neuesten Stand der Technik und auf das modernisierte Netz ausgelegt sein müsse. Diese will 1&1 mir freundlicherweise schenken und rechtzeitig zuschicken. Somit würden mir keine Kosten entstehen und auch an meinem Vertrag ändere sich dadurch nichts.

Einziger Nachteil sei, dass am Tage der Umstellung (was der 22.01.2015 sein soll) für zirka eine Stunde Internet und Telefon an unserem Anschluss nicht verfügbar sein werden (voraussichtlich am Vormittag). Und ich muss eben die Hardware austauschen, aber das ist kein wirkliches Problem, da es erfahrungsgemäß ziemlich idiotensicher ist.

Offenbar Umstellung auf VDSL
Außer, dass sich durch die Umstellung die „verfügbare Bandbreite“ erhöhen könnte, enthielt das Anschreiben keine weiteren Details. Ich antwortete daher per E-Mail an den Kundenservice und fragte, welche Hardware ich da denn erhalten würde und was für eine Modernisierung da genau vorgenommen wird.

Die Antwort kam auch schnell:

„Sie erhalten einen 1&1 HomeServer VDSL (FRITZ!Box 7362 SL), damit Sie mit der neueren DSL-Technik „VDSL“ Online kommen.“

Gut, sie hätte ausführlicher ausfallen können, aber im Grunde steht alles Relevante drin. Offenbar wird der Anschluss also auf VDSL umgestellt. Das ist grundsätzlich erst einmal schön. Nur gehe ich nicht davon aus, dass ich das auch voll ausschöpfen können werde, da wir nur einen 16.000er-Anschluss bezahlen. Aber lassen wir uns mal überraschen. 🙂

Wenn man nach der genannten Fritz-Box sucht, findet man im Internet nicht allzu viele Ergebnisse zu diesem Produkt. Das liegt daran, dass es sich offenbar um ein Modell handelt, dass in dieser Form nur für 1&1 produziert wird. Genauer gesagt erhält es lediglich ein 1&1-Branding.

Wenn ich das auf den ersten Blick richtig sehe, handelt es sich dabei in Wahrheit um eine etwas „aufgemotzte“ Variante der „FRITZ!Box 7360“, die für 1&1 eine leicht abgewandelte Bezeichnung und eine schwarze 1&1-Optik erhielt (die ich im übrigen viel schöner finde als das grau-rote Original). Auch das WLAN und seine Reichweite wurden offenbar verbessert. Ansonsten dürfte es technisch nahezu das gleiche sein (korrigiert mich, wenn ich falsch liege). Das Ding kostet um die 100 Euro – das wäre ja echt mal ein nettes „Geschenk“, selbst wenn sich die Bandbreite nicht ändern würde. 🙂

Alte Fritz!Box wird abgelöst
Denn derzeit haben wir von 1&1 die „FRITZ!Box 7312“ (oben links im Bild zu sehen), die an sich vollkommen ihren Zweck erfüllt. Nur leider hat sie neben WLAN nur einen einzigen LAN-Ausgang. Da wir ja nahezu jeden Raum mit Netzwerkdosen ausgestattet haben, können wir unsere Möglichkeiten mit der bisherigen Fritz-Box nicht so richtig ausschöpfen, sondern immer nur einen Raum zur gleichen Zeit darüber versorgen. Ich könnte noch einen Switch dazwischenschalten, um das Problem zu lösen, doch dazu ist der Leidensdruck nicht groß genug (Geräte wie die Playstation kann man ja auch über WLAN versorgen ;)).

Aber mit der neuen Hardware werden wir dann gleich vier LAN-Ausgänge (plus WLAN) haben. Das wäre für die aktuellen Bedürfnisse erst einmal völlig ausreichend und auch die Playstation könnte dann per LAN mit Internet versorgt werden. Ich bin gespannt, ob das einen spürbaren Geschwindigkeitsvorteil bringt.

Und mal sehen, was die Umstellung sonst noch so mit sich bringt. Wenn es etwas zu berichten gibt, werde ich es hier im Bautagebuch tun. 😉

screenshot_fritz_box_7312Ich habe in der Oberfläche der alten Fritz-Box mal einen Screenshot der „DSL-Informationen“ angefertigt, um diese dann nach der Umstellung abzugleichen (klickt einfach drauf, um es in Groß zu sehen). Da müsste sich ja eigentlich etwas ändern (derzeit „DSL-Version 1.84.1.53“)…

Große Zufriedenheit mit 1&1
Zudem kann ich noch kurz zu Protokoll geben, dass wir mit 1&1 bis dato sehr zufrieden sind. Ich hatte mich ja gezielt für den sehr günstigen Tarif „Surf & Phone-Flat Special“ entschieden. Dieser beinhaltet DSL mit einer Bandbreite von bis zu 16.000 kBit/s (die bei uns auch tatsächlich erreicht werden) sowie eine Telefonflatrate ins deutsche Festnetz. Und das für gerade einmal 19,99 Euro pro Monat. Allerdings gilt das nur für Neukunden, dafür aber über die komplette Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten.

Ein kleiner Haken (für manch einen ist es vielleicht auch ein großer) ist, dass man die volle Bandbreite pro Monat nur für 100 Gigabyte Datenvolumen hat. Wenn man dies erreicht, wird man für den Rest des Monats auf DSL 1.000 gedrosselt. Zum nächsten Monatsbeginn hat man dann aber wieder die volle Leistung.

Das war für uns bis vor kurzem noch nie ein Problem. Denn für intensives Surfen und hin und wieder ein paar Videos reicht das ganz locker aus. Doch seit kurzem nutzen wir Video-Streamingdienste (testweise Maxdome, Watchever, Netzflix und Amazon Prime Video – bei letzterem werden wir wohl dauerhaft bleiben) und da wird es schon eng. Die letzten beiden Monate haben wir die 100 GB sogar recht deutlich gerissen. Gedrosselt wurden wir von 1und1 freundlicherweise aber nicht.

Inzwischen 3GB Highspeed-Volumen
Möglicherweise liegt das daran, dass unser Tarif bei Neuabschlüssen inzwischen nicht mehr 100 GB beinhaltet, sondern die dreifache Menge, nämlich großzügig bemessene 300 GB. Vielleicht hat man der Einfachheit halber das neue Limit auch auf die Bestandskunden angewandt. Die 300 GB jedenfalls reichen locker aus. Auch bei recht intensiver Nutzung des Video-Streamings.

Alles in allem kann ich also weiterhin eine ganz klare Empfehlung aussprechen. Preis und Leistung stimmen hier absolut. Selbst wenn man es intensiv nutzt. Wenn euch der Tarif auch interessiert, schaut am besten auf die Homepage von 1&1 (unser „Special“-Tarif ist in der Übersicht ganz links dargestellt; etwas unscheinbarer als die andere Varianten).

Doof ist eben nur, dass man nach 24 Monaten mehr zahlen muss. Das muss man dann hinnehmen, wechseln oder aber mit 1&1 darüber verhandeln, weiterhin die Neukunden-Konditionen zu erhalten. Mal sehen, wie es bei uns am Ende kommt… 😉

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