Das erste Mal Heizen im (bewohnten) Passivhaus

IMG_20131020_130819Mitte vergangener Woche haben wir es dann doch zum ersten Mal für nötig befunden in unserem (bewohnten) Passivhaus zu heizen. Die unbewohnte Phase zähle ich dabei ja nicht mit – denn während der Estrichtrockung im vergangenen Winter wurde nämlich sehr wohl bereits geheizt. Insofern war es keine ganz „echte“ Premiere. 😉

Eigentlich waren wir mit den Temperaturen im Haus ja ziemlich zufrieden und unter normalen Umständen hätten wir jetzt auch nicht mit dem Heizen begonnen. Denn in den Räumen, in denen wir uns primär aufhalten (allen voran das Wohnzimmer) war es noch immer warm genug.

„Sorge“ machten jedoch die Räume, in denen wir uns derzeit nahezu gar nicht aufhalten. Zwar war es dort mit zwischen 19 und 20 Grad noch immer warm genug, sodass ein Heizen eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre, aber da das Haus ja noch kein Jahr alt ist, darf man davon ausgehen, dass noch immer sehr viel Wasser und somit auch Feuchtigkeit im Bau ist. Zwar muss man keine echte Angst vor Schimmel haben, da bei uns ja permanent die Lüftungsanlage (KWL) läuft und die Dämmung sehr ordentlich ist (da ja Passivhaus), aber Vorsicht ist besser als Nachsicht. 😉 Zudem haben wir die Heizungsthermostate in den beiden betroffenen Räumen auch lediglich auf zweieinhalb gestellt, sodass der Heizenergieverbrauch sich doch sehr in Grenzen gehalten haben sollte… Inzwischen gab es ja wieder sehr milde Tage mit sehr viel Sonnenschein und somit sind alle Heizkörper inzwischen wieder aus.

Im Rahmen des ganzen Spekulierens über die Temperaturen im Haus und in bzw. an den Wänden kam übrigens eines meiner neueren Lieblingsspielzeuge zum Einsatz: Mein Infrarot-Thermometer „ScanTemp 380“ von TFA Dostmann (siehe Amazon). Mit diesem kann ich das zu messende Objekt per Laserstrahl anvisieren und im Display erscheint dann die Oberflächentemperatur (siehe Fotos weiter unten). Technik die begeistert. 🙂

Damit habe ich natürlich die neuralgischen Punkte wie Außenwände, Fensterlaibungen etc gemessen und dabei erfreulicherweise keine beunruhigenden Ergebnisse ermittelt. Kein Punkt an den Wänden ist so kalt, dass man sich Sorgen um Schimmel machen müsste. Hatte ich zwar auch nicht anders erwartet, aber wenn man dann eine Bestätigung hat, schläft man doch noch ein wenig besser. 😉

„Selbstverständlich“ messe ich mit dem Thermometer auch allerlei unsinnige Objekte. Man einfach zu viel Spaß; ich hoffe, die Batterie leidet darunter nicht zu sehr. 😀

Irgendwann in der nächsten Zeit werde ich zu dem Ding hier im Bautagebuch auch noch ein paar Worte mehr schreiben zu meinen Erfahrungen mit dem Infrarot-Thermometer und ein paar weitere Messergebnisse liefern. Vermutlich im Winter, wenn die Messungen an den Wänden dann auch deutlich interessantere Ergebnisse zu Tage bringen sollten als momentan, wo es ja noch sehr mild ist und es keine längere Kälteperiode gab…

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